Die Großen Vier: Aufstiegsgeschichte der Gründer / Alfred Abraham Gerngross
Die Großen Vier: Aufstiegsgeschichte der Gründer / Alfred Abraham Gerngross
Um die Jahrhundertwende waren 86 % der Wiener Textilhändler:innen Jüd:innen. Sie schufen die Warenhäuser als Leuchttürme einer neuen Zeit: Alfred Abraham Gerngross war ein Vorreiter für viele Neuerungen.
Er wurde am 30. Januar 1844 als Sohn armer Eltern in Fürth (Bayern/Mittelfranken) geboren. Sein beruflicher Werdegang begann als Kommis und später als reisender Vertreter eines Frankfurter Modewarengeschäftes. 1875 kam er nach Wien und trat als Kompagnon in die Firma Herzmansky ein. Nach vier Jahren machte er sich 1879 mit seinem Bruder Hugo in der Kirchengasse (7. Bezirk) selbstständig. Wirtschaftlich sehr erfolgreich, entwickelte sich Gerngross zum größten Warenhaus der Monarchie. Alfred Gerngross zählte zu den 1.000 reichsten Bürger:innen Wiens. Er starb am 7. Januar 1908 in seiner Wohnung in der Zieglergasse 2 (7. Bezirk) hinterließ seine Gattin und acht Kinder und wurde im jüdischen Teil des Zentralfriedhofs begraben.

Alfred Abraham Gerngross

