Die Großen Vier: Moderne Verkaufs- und Werbemethoden / Weiße Wochen & Co.

Die Großen Vier: Moderne Verkaufs- und Werbemethoden / Weiße Wochen & Co.

Die Saisoneröffnungen im Frühjahr, Herbst und zu Weihnachten waren die absoluten Höhepunkte des Verkaufsjahres. Um aber das Kundeninteresse nicht abreißen zu lassen, suchte man nach weiteren Möglichkeiten, Publikum in die Warenhäuser zu locken.

Aristide Boucicaut, der Gründer des Pariser Warenhauses „Au Bon Marché“, hatte die Idee zu einer der beliebtesten Sonderverkaufsaktionen – die sogenannten „Weißen Wochen“.

Üppig in Weiß dekorierte Auslagen und Innenräume bildeten den Rahmen für den Verkauf sämtlicher weißer Textilien, Produkte wie Taschentücher oder Geschirrtücher, Unterwäsche und Kleidungsstücke und sogar weißer Waren aus anderen Sortimentsgruppen wie Porzellan oder emailliertem Geschirr. Inventur-, Serien- und Schlussverkäufe oder später auch Länderschauen ergänzten im Laufe der Zeit die „Weißen Wochen“ und wurden zu Vorläufern des „Black Friday“.